Effects of an exhaustive exercise on upper limb coordination and intracyclic velocity variations in front crawl stroke
Ziel der Studie:
Analyse der Auswirkungen einer Ausbelastung auf die Arm-Koordination und die innerzyklischen Geschwindigkeitsveränderungen im Freistilschwimmen mit dem Ziel des besseren Verständnisses des Wesens der Verschlechterung der Technik unter Ermüdung.
Methode und Durchführung:
9 gut trainierte Schwimmer absolvierten zwei maximale 25-m-Arm-Schwimmtests, zwischen denen ein maximaler anaerober Laktat-Test lag. Bei den 25-m-Tests war der Schwimmer mit einem Geschwindigkeitssensor verbunden, um die innerzyklischen Geschwindigkeitsveränderungen sowie kinematischen Parameter (Zuglänge, Zugfrequenz, mittlere Geschwindigkeit und Koeffizient der Geschwindigkeitsveränderung) festzustellen. Mittels Frequenzspektrumanalyse des Geschwindigkeitssignals wurde die Zahl der Harmonien bestimmt. Beide 25-m-Tests wurden mittels Unterwasserkameras von vorn und von der Seite gefilmt. Aus den Videoaufzeichnungen wurden die Zugphasen bestimmt und die Armkoordination mittels Koordinations-Index quantifiziert. Dieser Index charakterisiert die Koordinationsmuster durch Messung der Zeit zwischen den Vortriebsphasen jeder Armbewegung.
Ergebnisse:
Es wurde ein signifikanter Rückgang der mittleren Geschwindigkeit und der Zuglänge beim zweiten gegenüber dem ersten 25-m-Test gefunden. Der Koeffizient der Geschwindigkeitsveränderung blieb konstant, aber das Geschwindgkeitssignalfrequenzspektrum zeigte mehr Harmonien. Der mittlere Koordinationsindex und die relative Dauer der Vortriebsphasen erhöhten sich signifikant.
Schlussfolgerung:
Die Verringerung der Geschwindigkeit kann erklärt werden sowohl durch eine Verringerung von Zuglänge als auch Zugfrequenz. Diese Verringerungen und der Anstieg der Zahl der Harmonien zeigen, dass Schwimmer nach einer Ausbelastung nicht in der Lage sind, ihre technischen Fähigkeiten beizubehalten. Die Verringerung der Zugfrequenz, die Stabilität des Koeffizienten der Geschwindigkeitsveränderung sowie die Erhöhung des Koordinationsindex könnten in Zusammenhang stehen mit der verringerten Fähigkeit, unter Ermüdung die für die Überwindung des Widerstandes von Vorwärtsbewegungen bei hohen Geschwindigkeiten notwendige Kraft zu entwickeln. Es könnte auch ein Zusammenhang bestehen zum Anstieg der relativen Dauer der Vortriebsphase und der Verringerung der Handgeschwindigkeit am Ende der Vortriebsphase. Die Ergebnisse haben unterstrichen, dass die Muskelausdauerfähigkeit einer der wesentlichen begrenzenden Faktoren für die Beibehaltung der Technik bei hohen Intensitäten ist.
© Copyright 2003 Biomechanics and Medicine in Swimming IX. Published by University of Saint-Etienne. All rights reserved.
| Subjects: | |
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| Notationen: | technical and natural sciences endurance sports |
| Published in: | Biomechanics and Medicine in Swimming IX |
| Format: | Compilation Article |
| Language: | English |
| Published: |
Saint-Etienne
University of Saint-Etienne
2003
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| Online Access: | https://open-archive.sport-iat.de/bms/9_81-85_Alberty.pdf |
| Seiten: | 81-85 |
| Level: | advanced |