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Taper: Optimizing performance without falling into detraining

In vielen WK-Disziplinen wird die Trainingsbelastung in der WK-Vorbereitung reduziert. Dies wird als Taper-Phase bezeichnet. Definition: Trainingsperiode mit progressiv nichtlinear reduzierter Trainingsbelastung in einem unterschiedlich langen Zeitraum zur Reduzierung des physiologischen und psychischen Stresses im täglichen Training mit dem Ziel, die Wettkampfleistung zu optimieren. Detraining ist demgegenüber der zeitweilige Komplettverlust der trainingsbedingten physiologischen und Leistungsanpassungen als Konsequenz der Reduzierung oder Einstellung des Trainings. Kurzzeitiges Detraining wird durch einen rapiden Verlust der kardiorespiratorischen Fitness, der metabolischen Effektivität und der Atmungs- sowie leistungsgenerierenden Kapazität der Muskulatur. Seitdem die Trainingsbelastung in der Taperphase merklich reduziert wurde, existiert die Möglichkeit des Detrainings, verbunden mit den o.g. negativen Folgen für die WK-Leistung. Der schmale Grat zwischen Tapern und Detraining wurde leider nie exakt beschrieben. Erfolgreiche Taperprogramme führten im Schwimmen zu Leistungsverbesserungen von über 3 % (normale Bereiche liegen zwischen 0,5 und 6 %). Die besten Ergebnisse wurden mit solchen Strategien erreicht, die die akkumulierte Ermüdung verringern ohne die zuvor erreichten Anpassungen zu verlieren. Dies wird erreicht mit einer Reduzierung des Trainngsumfanges auf 60 - 90 % bei gleich bleibender Intensität und einer Reduzierung der Trainingshäufigkeit um 20 %. Die optimale Dauer der Taperphase beträgt zwischen 4 und 28 Tagen. Eine progressive, nichtlineare Reduzierung fördert die Leistung mehr als eine Reduzierung der Trainingsbelastung in einem Schritt. Im Referat ging der Autor noch auf weitere Details der Trainingsgestaltung in der Taperphase ein: - Ein tägliches Training brachte einen größeren Effekt als ein trainingsfreier Tag nach zwei Trainingstagen (Trainingshäufigkeit sollte nicht weniger als 80 % betragen) - Bei 14-tägigem Tapern bleibt die VO2max konstant, bei 28 Tagen bereits geringer Rückgang - Auf die mechanische Leistung (power) waren nach 10-14 Tagen gute Effekte zu beobachten - Zeitverlauf der Superkompensation: nach 12 +/- 6 Tagen Erreichen der ursprünglichen Leistung, nach 32 +/- 12 Tagen Ausprägung des Leistungsoptimums, unterliegt stark individuellen Schwankungen - Step-Taper: einmalige Reduzierung der Belastung Progressiv Taper: höhere Effekte, besonders bei schneller Reduzierung der Belastung - Effekte bei Männern größer als bei Frauen - Größte Gefahr ist Detraining, daher lieber mehr als zuwenig Training!
© Copyright 2003 Biomechanics and Medicine in Swimming IX. Published by University of Saint-Etienne. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notationen:endurance sports
Published in:Biomechanics and Medicine in Swimming IX
Format: Compilation Article
Language:English
Published: Saint-Etienne University of Saint-Etienne 2003
Online Access:https://open-archive.sport-iat.de/bms/9_21-25_Mujika.pdf
Seiten:21-25
Level:advanced