What really cause fatigue during swimming? Going beyond oxygen and lactic acidosis
In den frühen 20ern entwickelte HILL sein populäres Modell über die Regulation der menschlichen Leistung. In seinem Originalmodell nahm er eine sich entwickelnde Limitierung der Herzkapazität während hochintensiver Arbeit von kurzer Dauer an. Als Folge davon wird der Blutfluss zum arbeitenden Muskel uneffektiv. Dieser Zustand mündet in einem Anstieg der Laktatkonzentration. HILL glaubte ebenso, dass die Muskelkontraktion vom Laktat ausgelöst wird und die Oxydation des Laktats für die Muskelentspannung notwendig ist. Er schlussfolgerte, dass die Anaerobiose diese Neutralisierung verhindert, und die Ursache für eine chemisch bedingte, peripher verursachte Ermüdung des Skelettmuskels ist.
In den 70ern wurde dieses Modell der Ermüdung modifiziert. Es wurde nicht länger daran festgehalten, dass die myocardiale Ischaemie notwendig ist zur Erklärung der muskulären Ischaemie bzw. Anaerobie ebenso wenig wie das Laktat die Muskelkontraktion reguliert. Es wird jetzt davon ausgegangen, dass die Muskelkontraktion durch die Kalziumkonzentration die Muskelspannung reguliert. So wurde die Vorstellung vom Anstieg der Laktatkonzentration im Muskel und das Fallen des intrazellulären ph-Wertes die wissenschaftliche Grundlage für die Laktatdiagnose in Training und Wettkampf. Trotzdem existieren einige Unzulänglichkeiten in dieser Modellvorstellung. Deshalb wurde ein alternatives Modell entwickelt, in dem das Gehirn die oberste Regulationsebene der menschlichen Arbeit darstellt. Dieses Modell besagt, dass die menschliche Leistungsabgabe nicht von einem Organsystem limitiert wird, sondern von einer Regulation, die ein solches Versagen eines Organsystems verhindert.
Die Funktion des Gehirns besteht demnach darin, die Intensität der Leistungsabgabe zu antizipieren und die Realisierung mit den physiologischen Möglichkeiten zu koordinieren, um aktuelle Defizite zu vermeiden. Dieses Modell entwickelt sich durch das Training. Dieses Modell kommt nicht ohne spezifischen Aufwand für die Informationsgewinnung (Sensorik) aus.
Die praktische Bedeutung dieses Modells liegt darin, dass die Strategie der Energiefreisetzung aus der Basis der in früheren Wettkämpfen bzw. im Training gemachten Erfahrungen gestaltet wird. Deshalb besteht die Trainingsarbeit vorrangig darin, das Gehirn des Sportlers zu programmieren. Trainer müssen daher erkunden, mit welcher Trainingsmethode die "Gehirn-bestimmte" Rennstrategie am effektivsten im Sinne des Wettkampfes beeinflusst werden kann.
© Copyright 2002 IXth World Symposium biomechanics and medicine in swimming 21-23 June 2002, Saint-Etienne, France - Book of abstracts. Published by CHU de St-Etienne. All rights reserved.
| Subjects: | |
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| Notationen: | technical and natural sciences endurance sports |
| Published in: | IXth World Symposium biomechanics and medicine in swimming 21-23 June 2002, Saint-Etienne, France - Book of abstracts |
| Format: | Compilation Article |
| Language: | English |
| Published: |
Saint-Etienne
CHU de St-Etienne
2002
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| Seiten: | 125-126 |
| Level: | advanced |